Anhang
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Reni06 - 9. Mai, 12:53



























Zurueck in Ho Chi Minh City hab ich Moni, frisch aus der Schweiz angekommen, in die Tuecken des Strassenueberquerens in Vietnam eingefuehrt, bevor wir dann unsere Vietnamentdeckungsreise in Angriff nahmen. Unser erstes Ziel war Whale Island, eine kleine, Nha Trang vorgelagerte Insel, ideal zum Tauchen, Schnorcheln und Kanufahren. Den Nachtbus 3 Tage spaeter hatten wir bereits im Voraus gebucht und es wurde uns versichert, dass uns der Bus an der Kreuzung, 2 Stunden noerdlich der Stadt abholen wuerde.
Nach 1h Wartezeit in einem verlassenen, dunklen Restaurant (ohne Bedienung dafuer mit 2 Nachtwaechter - man beachte die Haengematte!!!) waren wir doch froh, als einer der vielen vorbeisausenden Busse wirklich hielt. (Sie hatten uns also nicht vergessen!)
Angekommen in Hue faszinierten uns v.a. der alte Koenigspalast und die Koenigsgraeber ausserhalb der Stadt, doch lange verweilten wir nicht dort, denn trotz des kalten Wetters hatten wir uns entschieden die Berge des Nordens nicht auszulassen.


Rund um die Ruinen von Angkor Wat wird man staendig von Kindern angesprochen, die Souvenirs, Postkarten oder Getraenke verkaufen. Die meisten koennen ziemlich gut englisch. Gelernt haben sie es aber nicht in der Schule, sondern im Gespraech mit den Touristen. Schule ist hier nur halbtags (zuwenig Lehrkraefte!) Deshalb haben die Kinder einen halben Tag Zeit, etwas zum Unterhalt der Familie beizusteuern. "How are you?" oder "Where do you come from?" wird meistens gefragt. Auf die Antwort "Switzerland" kam dann aber oft die Antwort "Capital Stockholm". Sowas konnte ich natuerlich nicht so stehen lassen und schon wieder haben die Kids was gelernt... 

Zum Glueck waren die Strassen viel besser und wir kamen zuegig vorwaerts. Mit mehr als 1PS ueberholten wir sogar die Pferdewagen...
Da das Mekong-Delta am einfachsten per Boot zu bereisen ist, luden wir unsere Raeder und Gepaeck fuer 2 Tage auf einen Sampan (Holzschunke) um weiter oestlich Richtung Saigon vorzudringen. Einige Strecken legten wir auch auf dem Velo zurueck, jeweils auf kleinen holprigen Wegen ueber viele loechrige Holzbruecken am Ufer des Mekong. Die Gegend ist unglaublich faszinierend. Alles spielt sich um, auf und im Mekong ab. Das fruchtbare Schwemmgut sorgt fuer guten Boden und es gibt viel Gemuese, Fruechte und natuerlich Reis. Auch der Handel wird auf dem Fluss betrieben (=floting market).
Auch hier in Vietnam koennen wir uns auch wieder mit einer ereignisreichen Geschichte befassen. So sind wir heute Morgen zu den Cu Chi Tunnels gefahren, die waehrend vielen Jahren den Vietcong im Untergrund als Versteck dienten und die von dort den Amerikanern Widerstand leisteten... Die Tunnels waren extra sehr schmal angelegt, damit die groesser gewachsenen Amerikaner sich nicht durch den Eingang zwaengen konnten... (naja, ich habs geschafft...)
Nach thailaendischem Brauch fuhren wirzuerst einmal zu einem Tempel, wo wir und auch unsere Velos von einem buddhistischen Moench gesegnet wurden. Aus der Stadt sind wir dann aber noch mit dem Bus gefuehrt worden - was anhand des Verkehrs sicher die sicherste Methode war.
Die Armut Kambodschas wurde uns nach dem Grenzuebertritt auch schlagartig vor Augen, oder besser unter die Raeder gefuehrt. Der Zustand der Strasse veraenderte sich von super zu katastrophal... und das nicht nur fuer wenige Kilometer.
Die Landschaft - gepraegt durch endlose Reisfelder - konnten wir leider beim Konzentrieren auf die Schlagloecher nicht allzusehr bestaunen.
Doch dadurch dass hier gerade Trockenzeit herrscht, sind alle Felder sowieso trocken und die vorherrschende Farbe ist beige und braun. Durch den von den vorbeibrausenden Lastwagen aufwirbelden Staub haben wir uns bald an die Farbe der Felder angepasst... 

Wir befassen uns hier also etwas mit der Geschichte Kambodschas. Leider ist auch die Zeit der Diktatur durch die Roten Khmer nur allzu gegenwaertig. Neben des Genozids hat v.a. auch die Verminung der Strassen, Reisfelder und des Dschungels allzu viele Opfer gefordert. Der Besuch eines sehr schlichten, dafuer umso eindruecklicheren Landminen-Museum zeigte uns die Schrecken und Folgen dieser Zeit. Noch heute werden noch mehrere Millionen Landminen im Grenzgebiet zu Thailand vermutet.
Zusaetzlich hat man auch die Chance ev. jemanden zu treffen, den man gar nicht so dort erwarten wuerde!!! (Fuer alle Badener, die zwei kennt man doch...! Doppelklick zum Vergroessern!)
Mein erstes Ziel an der Suedwestkueste war Khao Lak, von wo aus ich eine 4-taegige Tauchtour zu den Similan Islands gebucht habe. Die Similan Islands zaehlen zu den World-class-Divesites. Und damit war nicht zuviel versprochen! Bei den 14 Tauchgaengen (inkl. Nightdives und Wrecktauchen!) haben wir eine unglaubliche Vielzahl verschiedenster Lebewesen gesehen.
Natuerlich unzaehlige Fische in verschiedensten Farben und Formen, farbenpraechtige Korallen, Krebse, Schildkroeten und auch Haie. Der absolute Hoehepunkt war natuerlich schon der Tauchgang, wo die Mantarochen ueber uns ihre Kreise zogen. Diese Tiere sind schon unglaublich schoen und elegant in ihren Bewegungen (Spannweite 3-4m!!!)
Obwohl die Schweiz auch im Bezug aufs Klettern vieles zu bieten hat, ist direkt vom Strand aus auf 30m hochklettern oder via eine Hoehle in eine andere Bucht abseilen, schon was ganz anderes. 

Sightseeing